Berichte aus der Praxis

 


Offenburg, 10.04.2018

Praktikumsbericht von Manu

„Das ist unmöglich“, sagt die Angst. „Zu viel Risiko“, sagt die Erfahrung. „Macht keinen Sinn“, sagt der Zweifel. „Versuchs“, flüstert das Herz.   Menschen, die Ihr ganzes Leben lang glücklich und sorgenfrei leben, mag es geben. Die meisten jedoch werden mindestens einmal mit sich und Ihrem Leben hadern. Ich entschied mich 1993, eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten zu absolvieren. Die Arbeit und der Kontakt zu den Patienten waren sehr erfüllend. Durch einige Schicksalsschläge schwer getroffen, fiel es mir jedoch immer schwerer, mit mir und meinem Leben zurecht zu kommen. Anfangs noch ignorierend, musste ich mich jedoch bald eines Besseren belehren lassen. Es wurde eine Depression in Folge einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, kurz genannt Borderline. Die folgenden Jahre waren geprägt von Selbstzweifeln und inneren Kämpfen, aber dem festen Willen, meinem Leben wieder eine positive Richtung zu geben. Ich wollte mich nicht kampflos aufgeben. So wurde ich zu einer festen Mitarbeiterin der Reha-Werkstatt Hausach, in der ich wieder lernte, einen strukturierten Tagesablauf zu haben, Kontakte zu pflegen, Selbstzweifel abzulegen und mich auf eine spannende Zukunft zu freuen. Mein großes und übergeordnetes Ziel war es aber immer, wieder als medizinische Fachangestellte zu arbeiten. Anfangs von der Fachkraft für betriebliche Integration für ein schwieriges Projekt gehalten, wollte ich zeigen, dass man alles erreichen kann, wenn man an sich und seine Stärken glaubt. Auf eigene Initiative habe ich mir eine Praktikumsstelle bei einer niedergelassenen Ärztin besorgt, bei der ich sicher war, nicht für meine Erkrankung verurteilt zu werden. Dieses Praktikum begann am 01. Februar 2017 und war anfangs auf 8 Wochen befristet. Nachdem ich viele Jahre nicht mehr in meinem erlernten Beruf gearbeitet hatte, war ich anfangs sehr ängstlich. Ich zweifelte, ob mein Ziel zu hoch gesteckt war. Das war unbegründet. Das Praxisteam hat mich sehr freundlich aufgenommen und ich habe mich schnell eingearbeitet. Der Praktikumsvertrag wurde zwischenzeitlich verlängert. Mittlerweile bin ich fester Bestandteil des Teams und führe alle zu erledigenden Tätigkeiten aus. Dazu zählen administrative Tätigkeiten wie z. B. Termine vergeben, Rezepte und Überweisungen ausstellen, Patientenakten anlegen und pflegen, Arztberichte verwalten, aber auch medizinische Tätigkeiten wie EKG`s, Spirometrien, Injektionen, Blutentnahmen, Laboruntersuchungen und Verbandswechsel. Ich wollte sehen und erleben, was passiert, wenn ich mich nicht aufgebe. Mit Mut und dem Glauben an mich selbst habe ich mich dieser Herausforderung gestellt und wurde dafür belohnt.


Offenburg, 10.06.2016

Praktikum auf dem Klausehof

Max B. aus der Reha Werkstatt Offenburg absolviert seit März ein Praktikum auf dem Klausehof bei Dundenheim. Max braucht Abwechslung und Bewegung bei der Arbeit. Das war der Grund, warum er ein externes Praktikum auf einem Bauernhof machen wollte. Die Hauptaufgabe von Max ist, sich um die Versorgung der Kühe, Schweine, Pferde und der anderen Vierbeiner auf dem Hof zu kümmern. Zusätzlich unterstützt er den Hofbesitzer Klaus bei allen Arbeiten, die auf einem Hof anfallen. Es gibt viel Neues für ihn zu lernen. Unter anderem fährt er unter Begleitung vom Opa Traktor. Er durfte selbst bei der Geburt eines Kälbchens mithelfen. Die Arbeit ist für Max sehr abwechslungsreich und er ist sehr gut in die Familie integriert. Außerdem hat er sehr gute Kontakte zu den Hofgästen. Der Bauernhof ist ein ideales Umfeld für Max, da er dort seine Stärken einbringen kann. Max hat die Fähigkeit, liebevoll und verantwortungsbewusst mit den Tieren umzugehen. Er bekommt Verantwortung übertragen, wird geschätzt und wurde zu einem Teammitglied auf dem Hof. Max fühlt sich auf dem Hof sehr wohl und will langfristig dort bleiben. Sein Praktikum läuft bis Ende Juli und bei weiterhin so gutem Verlauf und guter Weiterentwicklung, bekommt Max einen Außenarbeitsplatz auf dem Klausehof.


Offenburg, 22.01.2016

Praktikum von Alexander Wiedemer bei Markus Bräu Offenburg

Das Markus Bräu wurde von Markus Kühnhanss gegründet, der schon als Jugendlicher davon träumte, sein eigenes Bier zu brauen. Dies blieb zuerst nur ein ferner Traum, er studierte Betriebswirtschaftslehre und machte sich selbstständig. Das Brauen erlernte Herr Kühnhanss als Hobby von einem Profi, aber er entwickelte schnell den Ehrgeiz, seine eigene Marke zu gründen. Nach fast 35 Jahren war es endlich soweit: der Zeitpunkt war gekommen, seine Brauerei ins Leben zu rufen und auch in diesem Bereich sein eigener Chef zu werden. Es entstand ein kleiner, aber feiner Brauereibetrieb im heimischen Keller. Im April 2014 dann die Geburtsstunde: das erste Bier von Markus Bräu war gebraut! In diesem kleinen familiären Betrieb arbeitet nun Alexander Wiedemer, gelernter Dipl. Bierbraumeister, in seinem aktuellen Praktikum, vermittelt durch unsere Fachkraft für betriebliche Integration Heinrich Alzner. Alexander Wiedemer unterstützt Markus Kühnhanss und entlastet ihn in vielen Dingen, wie der Markus Bräu-Chef berichtet. Er freut sich seitdem sehr über die Möglichkeit, mehr Zeit seiner Familie zu widmen, was bei den Vollzeitjobs seiner Frau und ihm nicht einfach ist. Alexander übernimmt an drei halben Tage in der Woche die verschiedensten Aufgaben in der Brauerei wie zum Beispiel den kompletten Prozess vom Abfüllen des Bieres, das Sortieren der unterschiedlichen Sorten sowie auch das Spülen der Flaschen. Herr Kühnhanss erzählt mit Freude, dass sich sein Praktikant in dieser Zeit positiv verändert hat: Alexander Wiedemer konnte sein Durchhaltevermögen, seine Selbstständigkeit und sein Selbstbewusstsein deutlich verbessern. Er ist offener geworden und geht selbstbewusst auf die Kundschaft zu, die in der Brauerei einkauft. Viele der Kunden schätzen es inzwischen, mit ihm über Bier und die Herstellung Gespräche zu führen. Hier herrscht ein lockeres Arbeitsklima, sowohl Chef als auch Praktikant wirken, als würden sie sich schon lange kennen. „Zwei Fachleute, die gemeinsam über Bier fachsimpeln“, wie die beiden treffend zusammenfassen und lachen. Man merkt Alexander Wiedemer an, dass er großen Spaß an seiner Arbeit hat, er fühlt sich optimal aufgehoben bei Markus Kühnhanss. Er ist sehr glücklich über das gegenseitige sehr gute Verhältnis. Um es in seine Worte zu fassen: „Es könne besser nicht sein!“ Für die weitere Zukunft wünscht sich Alexander Wiedemer vor allem Gesundheit und weiterhin eine freundschaftliche Zusammenarbeit und dass sein Praktikum so positiv weiterläuft wie bisher. Markus Kühnhanss schließt sich dem an und hofft auf eine gute und erfolgreiche Zukunft für die Brauerei Markus Bräu.


Offenburg, 21.08.2015

Erfolgreich auf dem Außenarbeitsplatz bei Westiform

Westiform ist ein Traditionsunternehmen der visuellen Kommunikation: Seit 1959 macht das Schweizer Familienunternehmen Marken im Innen- und Außenraum sichtbar. Westiform bietet Lichtwerbung, Wegeleitsysteme, Digital Signage-Lösungen und POS-Produkte an und ist damit ein Komplettanbieter der visuellen Kommunikation. Der größte Produktionsstandort ist Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Tschechien und China. Westiform beschäftigt weltweit mehr als 400 Mitarbeitende, davon mehr als 200 am deutschen Hauptsitz in Ortenberg. So auch Patrick Ruf, ein Beschäftigter der REHA auf dem Außenarbeitsplatz im Werk Ortenberg. Wie Patrick selbst sagt, hatte er nach mehreren internen Praktika in den Elektrobereichen der REHA-Werkstätten in Offenburg, Lahr und Hausach den Wunsch, in einem Produktionsbetrieb zu arbeiten. Das Programm REHA Vision ermöglichte ihm ein Praktikum bei Westiform zu absolvieren, welches dann in einen festen Außenarbeitsplatz mündete. Bei Westiform gefällt es Patrick gut und er betont, dass er sehr nette Kollegen hat, die auch gut mit ihm und seinen Einschränkungen klar kommen. Und ein kleiner Spaß ab und an gehört auch mit dazu. Patrick Ruf ist verantwortlich für den Zusammenbau von Lichtwannen. Er bestückt z.B. LED-Module, die in der REHA Werkstatt Hausach vorgefertigt wurden, prüft anschließend die Funktionalität und übergibt das konfektionierte Produkt an die nächste Fertigungsstation. Schwierigkeiten hat er mit der Arbeit nicht mehr, weil er sich bereits einen hohen Übungsgrad angeeignet hat. Und Stress empfindet er auch nicht, weil ihm die Arbeit und das familiäre Umfeld bei Westiform gefällt. Zu den Kollegen in der REHA hält er nach wie vor engen Kontakt und wird von der Fachkraft für betriebliche Integration regelmäßig an seinem Arbeitsplatz bei Westiform besucht. Diese Fachkraft ist auch Ansprechpartner für ihn, falls Probleme auftreten sollten. Patrick meint, dass er alle Kollegen in der REHA bestärken kann, es auch mal auf einem Außenarbeitsplatz zu versuchen. Für die Zukunft wünscht sich Patrick Ruf, dass er weiterhin auf diesem Außenarbeitsplatz bleiben kann und von der Firma Westiform in Zukunft in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen wird.


Offenburg, 30.07.2015

Außenpraktikum auf einem Pferdehof

Seit Ende Mai ist Sonja Schlösser, Beschäftigte der Reha Werkstatt Offenburg auf einem Arbeitsplatz bei einem Reiterhof in Nußbach eingesetzt. Der Wunsch, mit Tieren arbeiten zu können, war schon länger da. Nun ergab es sich, dass die Fachkraft für betriebliche Integration, Heinrich Alzner von dem Reiterhof hörte und gezielt den Kontakt herstellen konnte. Auf dem Hof sind ca. 30 bis 40 Pferde eingestellt. Die Hauptaufgaben von Sonja Schlösser sind es, die Pferde aus den Boxen zu holen, sie zu striegeln und zu pflegen, zu satteln, zu longieren und nach dem Reiten zu säubern. „Die Ruhe, die Natur, die ganzen Tiere und die frische Luft, das ist einfach meins“ meinte Sonja Schlösser. Neben den Pferden leben noch zwei Hunde und einige Katzen auf dem Hof. Sonja Schlösser fühlt sich akzeptiert und angenommen und beschreibt das Arbeitsklima als sehr gut. Sie fühlt sich wohl bei der Arbeit und hofft, dass sie weiterhin auf dem Hof eingesetzt werden kann. Wenn dieses Praktikum in einen festen Außenarbeitsplatz münden könnte, wäre sie sehr froh. Begleitet wird Schlösser regelmäßig von Heinrich Alzner. Er besucht und betreut sie und ist auch mit dem Arbeitgeber in engem Kontakt.


Lahr, 13.03.2014

Erfolgreiche Arbeit des Integrationsteams der Reha Werkstätten

Die Bilanz der Integrationsarbeit der Reha Werkstätten weist für das Jahr 2013 die Ausgliederung von 3 Personen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt auf. Dies ist sehr erfreulich und soll auch als Ansporn verstanden werden, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Alle drei Personen hatten zuvor in den Betrieben auf einem Außenarbeitsplatz gearbeitet und konnten sich gut dort integrieren. Herr Jurij Ehret hatte zum Beispiel bereits im Oktober 2012 ein Praktikum bei seinem späteren Arbeitgeber, der Firma Ehret in Mahlberg begonnen. In dieser Firma werden Fensterläden aus Aluminium hergestellt. H. Ehret hat keine passende Ausbildung, verfügt jedoch über sehr gute handwerkliche Fähigkeiten. Bei den regelmäßigen Besuchen durch den Jobcoach wurde schnell klar, dass die Firma mit den Leistungen von Herrn Ehret sehr zufrieden war. Das Praktikum mündete in einen festen Außenarbeitsplatz. Im Frühjahr 2013 zeichnete sich ab, dass die Firma Herrn Ehret einen Arbeitsvertrag anbieten könnte. Daraufhin wurde der Integrationsfachdienst eingeschaltet, welcher die notwendigen Schritte für die Bezuschussung dieses Arbeitsplatzes in die Wege leitete. Ab November 2013 wurde Herr Ehret bei der Firma Ehret fest angestellt. Einmal monatlich hält der Jobcoach noch Kontakt und besucht Herrn Ehret an seinem Arbeitsplatz. Es läuft weiterhin gut und beide Seiten sind sehr zufrieden. Aufgrund der guten Erfahrungen ist die Firma Ehret bereit, auch anderen Beschäftigten der Reha Werkstätten einen Praktikumsplatz zu bieten. Dies wird derzeit im Bürobereich von einer Teilnehmerin des Berufsbildungsbereiches genutzt. Neben den Ausgliederungen gelang es den beiden Fachkräften für betriebliche Integration, die Zahl der Außenarbeitsplätze um ca. ein Drittel zu steigern. Die Arbeitgeber aus dem Ortenaukreis setzen Beschäftigte der Reha Werkstätten auf den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen von z.B. der Lagerhilfskraft bis zur Pflegeunterstützung im Seniorenheim ein. Es ist generell zu beobachten, dass die Beschäftigten durch die enge Betreuung der beiden „Jobcoaches“ stabil ihre Arbeit verrichten, Sicherheit gewinnen und zufrieden sind. Bevor ein Außenarbeitsplatz zustande kommt, erproben die Beschäftigten sich intensiv im Rahmen von Praktika und auch die Arbeitgeber gewinnen einen Eindruck von den Praktikanten. Sie können danach besser abschätzen, ob der Arbeitsplatz passt.


Lahr, 27.11.2013

Stetige Zunahme der Außenarbeitsplätze

Im nun zu Ende gehenden Jahr gelang es den Fachkräften für betriebliche Integration wieder, die Zahl der Außenarbeitsplätze und Praktikumsstellen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt deutlich zu erhöhen. Es können immer mehr Beschäftigte in der Teilhabe am Arbeitsleben unterstützt werden. Das Netzwerk interessierter Arbeitgeber, die diesen Projekten der Reha offen gegenüber stehen, konnte ausgebaut werden. Es wird in den meisten Fällen von guten Erfahrungen an den Arbeitsplätzen berichtet, sei es von Seiten der Arbeitgeber als auch der Kollegen. Unsere Beschäftigten können gut in die betrieblichen Abläufe integriert werden. Die vielen positiven Erfahrungen auf den Arbeitsplätzen bringen unsere Beschäftigten mit in die Werkstatt hinein und ermuntern ihre Kollegen, doch auch mal einen Versuch zu starten. Der hier veröffentlichen Bericht aus der Hauszeitung der Firma BUT bestätigt die positiven Erfahrungen.


Offenburg, den 12.04.2013

Gelungene Rückkehr auf den Arbeitsmarkt

Im Rahmen des Integrationsprogrammes der Reha Werkstätten konnte im März eine erfolgreiche Ausgliederung aus der Reha Werkstatt Lahr abgeschlossen werden. Herr O. wird seit mehreren Jahren in der Reha Werkstatt Lahr betreut und durchlief dort den Berufsbildungsbereich. Sein großer Wunsch war es, wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu werden. Die Fachkraft für betriebliche Integration der Reha wurde eingeschaltet und vermittelte Herrn O. im letzten Jahr zunächst an eine Praktikumsstelle im Europa Park Rust. Nach einiger Zeit wurde Herr O. in der Sommersaison 2012 auf einen festen Außenarbeitsplatz übernommen. Hier konnte er sich über einen längeren Zeitraum auf der Arbeitsstelle eingewöhnen und war doch noch Beschäftigter der Reha Werkstatt. Er wurde regelmäßig von der Fachkraft für betriebliche Integration am Arbeitsplatz besucht. Im Europa Park war man sehr zufrieden mit der Leistung von Herrn O. Er ist dort in einem Themenbereich für die Reinigung von Bänken und Tischen zuständig, für die Müllentsorgung und Pflege einiger Attraktionen. Zum Ende der Wintersaison wurde ihm signalisiert, dass er ab der Sommersaison 2013 einen Arbeitsvertrag vom Europa Park erhalten wird. Um die Formalitäten einer solchen Übernahme abzuwickeln, wurde der Integrationsfachdienst Offenburg eingeschaltet. Herr O. arbeitet ab 18.03.2013 nun fest im Europa Park und ist sehr zufrieden, zum einen mit der Abwicklung, zum anderen auch mit der Tätigkeit dort. Für eine gewisse Zeit wird Herr O. weiterhin von der Fachkraft für betriebliche Integration besucht, damit ggf. auftretende Fragen geklärt werden können.


Lahr, 09.11.2012

Stadtbücherei Gengenbach – (m)ein Traumjob

Ein Erfahrungsbericht von Agnes Schalla Vor über vier Jahren bin ich von Albbruck nach Haslach gezogen. Dadurch kam ich in die Reha Werkstatt nach Hausach. Nach acht Monaten Wartezeit wurde ich direkt in den Arbeitsbereich aufgenommen. Die Arbeit in der Reha macht mir großen Spaß. Mein großes Hobby ist das Lesen. Seit ich als Kind lesen gelernt habe, lese ich viele Bücher. So kam es, dass ich mein „Hobby zum Beruf“ gemacht habe. Zunächst machte ich am 1.Oktober letzten Jahres in der Stadtbücherei Gengenbach ein einmonatiges Praktikum, das mir im Anschluss bis zum Ende des letzten Jahres verlängert wurde. Aus diesem Praktikum wurde im Januar 2012 ein Außenarbeitsplatz und ich bekam einen Jahresvertrag, der schon jetzt bis zum Dezember 2013 verlängert wurde. Die Arbeit in der Stadtbücherei Gengenbach macht mir sehr viel Spaß. Das Arbeitsklima ist super und ich komme mit der Chefin und meiner Kollegin sehr gut klar. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich mache eigentlich alle Arbeiten die eine „Bibliothekarin“ so macht. Meine Hauptaufgabe besteht darin, die Bücher, die die Kunden zurück bringen, abzuwischen und in die Regale einzusortieren. Dazu gehört auch für Ordnung in den Regalen zu sorgen. Das mache ich auch sehr gerne. Im Computerbereich bin ich ebenfalls gut eingearbeitet. Wenn Bücher abgegeben oder ausgeliehen werden, werden diese im Computer verbucht. Hin und wieder haben wir auch Neuanmeldungen von Kunden, die im Computer eingetragen werden müssen. Es gibt zudem immer wieder neue Bücher, die in den Computer in den Buchkatalog aufgenommen werden. Zudem gibt es Kunden, die ihre Bücher verlängern oder vorbestellen wollen. Telefonate nehme ich hin und wieder entgegen. Ich habe sehr viel mit Menschen zu tun. Vor allem die Beratung von Kunden macht mir sehr viel Spaß. Da ich ja selber schon so viele Bücher in verschiedenen Bereichen gelesen habe, fällt es mir leicht, den Kunden Bücher zu empfehlen. Genau genommen macht mir jede Arbeit, die ich in der Stadtbücherei ausübe großen Spaß.


Hausach, 24.02.2012

Außenarbeitsplatz in der Senioreneinrichtung Vita Tertia

Schon seit mehreren Monaten ist Frau Ursula Brandstetter auf einem Außenarbeitsplatz in der Senioreneinrichtung tätig. Sie verrichtet überwiegend Aufgaben im Küchenbereich und hat damit eine Beschäftigung gefunden, die ihren Neigungen sehr entgegen kommt. Immer wieder findet sich auch ein wenig Zeit, um mit den älteren Bewohnern zu plaudern und sich mit ihnen zu beschäftigen. Die Dankbarkeit darüber geben die Bewohner mit liebevollen Gesten und Worten zurück. Frau Brandstetter hat sich im Kollegenkreis der Einrichtung gut eingefunden. Sie fühlt sich gebraucht und geschätzt und genießt das harmonische Arbeitsklima. Auch Frau Brandstetter wird regelmäßig von der Fachkraft für betriebliche Integration Herrn Di Sabatino besucht und betreut. Einen Arbeitstag pro Woche verbringt Frau Brandstetter in der Reha Werkstatt. So bleibt sie an ihren früheren Tätigkeiten dran, hat Gelegenheit, mit Ihrem Gruppenleiter zu sprechen und die Kontakte zu ihren früheren Kolleginnen zu halten. Dies gibt ihr die notwendige Stabilität und Sicherheit.


Offenburg, 18.11.2011

Eine gelungene Ausgliederung – Herr Markus Rombach

Herr Markus Rombach war im Berufsbildungsbereich der Reha Werkstatt Hausach beschäftigt. Ab August 2011 ist es gelungen, Herrn Rombach auf einem Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Zunächst stabilisierte sich Herr Rombach im Berufsbildungsbereich der Werkstatt und nahm auch rege an den angebotenen Schulungen teil. Er äußerte gegenüber den Gruppenleitern den Wunsch, gerne wieder auf einem Arbeitsplatz in der Metallbranche tätig zu sein. Herrn Di Sabatino, der Fachkraft für berufliche Integration gelang es, bei der Firma Jappo in Haslach einen Praktikumsplatz für Herrn Rombach zu finden. Nach einem zunächst 4 wöchigen Praktikum zeichnete sich ab, dass Herr Rombach sich bei der Firma Jappo sehr wohl fühlte und dass sein Chef mit seinen Leistungen zufrieden war. Das Praktikum wurde daraufhin verlängert. In der kommenden Zeit konnte Herr Rombach sich weiter an die Arbeitsanforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes gewöhnen und sich in das Arbeitsleben einfinden. Er wurde in immer vielseitigere Arbeiten eingearbeitet. Nachdem klar war, dass es zu einem Stellenangebot kommen würde, wurde der Integrationsfachdienst eingeschaltet, der diesen Prozess nun begleitete und die notwendigen Mittel organisierte. Herr Rombach ist nun ab August 2011 fest bei der Firma Jappo angestellt und fühlt sich nach wie vor sehr wohl dort. Er wird in regelmäßigen Abständen von Herrn Di Sabatino besucht und hat dann Gelegenheit, Dinge die ihn bewegen, anzusprechen. Wir wünschen Herrn Rombach für seine Zukunft alles Gute.


Hausach, 01.07.2011

Herr Valentin Vetter

Herr Valentin Vetter, langjähriger Beschäftigter des Elektrobereichs in Hausach, hat einen Versuch gewagt und ist belohnt worden. Er arbeitet auf einem Außenarbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Im August 2010 setzten sich Herr Vetter und sein damaliger Gruppenleiter Herr Di Sabatino zusammen. Herr Vetter äußerte den Wunsch, einmal auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein Praktikum machen zu wollen. In dem Gespräch stellte sich heraus, dass er sich eine Tätigkeit in einem Lager vorstellen könnte. Daraufhin wurde eine passende Stelle gesucht und bei der Spedition Kern in Steinach gefunden. Herr Kern war von Anfang an sehr aufgeschlossen, Herrn Vetter einen Praktikumsplatz zu ermöglichen. Am 08.11.2010 war der Starttermin für die erste Erprobung. Nach einem Praktikum von mehreren Monaten war die Spedition bereit, Herrn Vetter die Möglichkeit eines Außenarbeitsplatzes anzubieten. Alle Beteiligten sind derzeit sehr zufrieden und hoffen, dass die positive Entwicklung so weiter geht.


Offenburg, 01.08.2010

Integrationsprojekt der Reha Werkstätten

Die Reha Werkstätten betreuen an den vier Standorten in Offenburg, Lahr, Fischerbach und Hausach ca. 400 Menschen mit seelischen Beginderungen. Der gesetzliche Auftrag des SGB IX sieht vor, dass die Werkstatt Maßnahmen ergreift, um für geeignete Personen die Beschäftigung auf einem Außenarbeitsplatz oder den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in den Werkstätten gezielt gefördert und auf die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes vorbereitet. Unser Projekt setzt sich zum Ziel, den bei uns beschäftigten psychisch kranken Menschen zu ermöglichen, einen Außenarbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auszufüllen. Hier ein Interview mit Herrn Mellert, der bei der Firma Klio Eterna Schreibgeräte GmbH & Co. KG in Wolfach arbeitet: Redaktion: Wie lange arbeiten sie bereits bei der Firma Klio? Herr Mellert: Ich arbeite hier bereits seit dem 22.10.2009 Redaktion: Wie gefällt es ihnen? Herr Mellert: Mir gefällt es sehr gut. Ich bin hier voll integriert und auch die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit. Redaktion: Was sind Ihre Aufgaben bei der Firma Klio Eterna? Herr Mellert: Hauptsächlich arbeite ich an der Folienpräge-Maschine. Hier bin ich bereits sehr gut eingearbeitet und kann auch bei Fehlern die Maschine wieder einstellen. Ich habe aber auch schon Werbung auf die Kugelschreiber geätzt, war im Wareneingang und Versand tätig und habe auch schon bei der Minenherstellung mitgeholfen. Redaktion: Was sind die Vorteile bzw. Nachteile an einem Außenarbeitsplatz? Herr Mellert: Nachteile kann ich keine finden. Natürlich wird von mir mehr verlangt wie in der Werkstatt, aber das ist in Ordnung. Ich fühle mich hier gebraucht. Das tut mir sehr gut. Auch der Zuverdienst ist für mich ganz gut. Das Geld kann ich gut gebrauchen. Redaktion: Was wünschen sie sich für die Zukunft? Herr Mellert: Ich wünsche mir, dass Klio mich noch lange beschäftigen kann und dass es mir weiterhin so gut geht.  

Halt im Leben – ein Platz zum Wohnen und Arbeiten