Volker Schebesta, MdL von der CDU im Landtag von Baden-Württemberg besuchte Mitte Juli die Reha Werkstatt Offenburg. Dort tauschte er sich mit Georg Eichner (Geschäftsführer Reha Offenburg), Melanie Gronert (Prokuristin/Werkstattleitung), sowie Vertreter:innen des Werkstattrats und Frauenbeauftragten über aktuelle Themen in der Eingliederungshilfe aus.
„Knapp 790 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen begleitet die Reha Offenburg inzwischen. Tendenz steigend“, berichtete Georg Eichner.
Landtagsabgeordneter Volker Schebesta erfragte die Bewilligungssituation seitens der Leistungsträger, die sich zunehmend schwieriger darstellt. Sehr interessiert zeigte sich Herr Schebesta an der fortlaufenden Digitalisierung der Reha Offenburg, unter anderem an der digitalen Teilhabe, die analog bestehende Angebote digital ergänzen (HILDA – Halt im Leben durch digitale Angebote).
Erweitert ging es Herrn Schebesta darum, ob die Nachfrage im angebotenen Dienstleistungsbereich eingebrochen ist, was Frau Gronert verneinte. Herr Schebesta hinterfragte, inwieweit die Reha Offenburg Aufträge bearbeitet, bei denen sie in Konkurrenz z.B. zu Handwerksbetrieben steht. Frau Gronert erläuterte den großen Bedarf der Industrie in diesem Bereich und den für diese bestehenden Vorteil der Ausgleichsabgabe. Sollte die derzeitige politische Diskussion zu einer Abschaffung der Ausgleichsabgabe führen, fielen die Vorteile der Werkstätten für behinderte Menschen weg.
Zu der seit Jahren erfolgreichen Vermittlung der bei der Reha Offenburg betreuten Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung auf den ersten Arbeitsmarkt merkte Volker Schebesta an: „Das Problem ist demnach nicht, eine Stelle zu finden, sondern der lange Weg dorthin“.
Ein Thema in der gemeinsamen Gesprächsrunde war auch die Notwendigkeit, die Bürokratie abzubauen, Berichts- und Dokumentationspflichten zu reduzieren, um sich stärker den betreuten Menschen widmen zu können, diese zu fördern und zu unterstützen. Hierbei erläuterte Herr Eichner die Kampagne „Nicht am Menschen sparen“, die u.a. diesen Bürokratieabbau fordert und nicht den Abbau der Assistenzarbeit an und mit den Menschen. Bei diesem Thema bat Herr Eichner um Mitwirkung gerade der Politiker vor Ort zu einer sachlich geführten Diskussion. „Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, sind kein Sparpotential.“
Die Zahl der Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung steigt stetig an, gleichzeitig geht die Zahl der Ärzte zurück. Dies stellt ein zunehmendes Problem dar.


